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Nach acht Jahren internationaler Zusammenarbeit von Stakeholdern und Experten aus Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) sowie der Personalentwicklung steht der europäische e-Competence Framework (e-CF) Version 3.0 für die europaweite Anwendung bereit. 

Der Rahmen besteht aus 40 gemeinsam definierten Kompetenzen, wie sie von ITK Fach- und Führungskräften am Arbeitsplatz benötigt werden.

Der European e-Competence Framework (e-CF) kann von ITK Hersteller- und Anwenderunternehmen, Fach- und Führungskräften, Personalabteilungen, der öffentlichen Verwaltung, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Ausbildungsstätten gleichermaßen verstanden und verwendet werden. Als einer der ersten Sektoren verfügt die ITK-Branche über eine gemeinsame europäische Referenz, um Kompetenzanforderungen in trans-nationalem Umfeld zu kommunizieren.

Der European e-Competence Framework 3.0 liefert eine solide und klare Orientierung für Unternehmen und sonstige Branchenakteure, die Entscheidungen zu Personalorganisation, Karrierewegen, Training, Assessment etc. zu treffen haben. Der Rahmen benennt Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen, wie sie von Industrie und öffentlicher Verwaltung am ITK Arbeitsplatz gebraucht werden.

Der europäische Referenzrahmen für ITK-Kompetenzen verbindet die nationalen und firmeninternen Systeme untereinander und bereichert sie zugleich um eine europäsiche Dimension. 40 Kompetenzen für Fach- und Führungskräfte sind nach den fünf Hauptprozessen klassifiziert. Diese sind weiter spezifiert auf fünf Leistungslevels (e-1 bis e-5), welche sich an den Levels 3-8 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) orientieren. Dies liefert eine europäische Grundlage für international effiziente Personalplanung und -entwicklung.

Struktur und Aufbau des Rahmens

Der e-Competence Framework ist vierdimensional aufgebaut. Die vier Dimensionen geben unterschiedliche Ebenen von Geschäftsprozessen und Personalplanung wieder:

  • Dimension 1 unterscheidet fünf e-Competence-Bereiche. Diese orientieren sich an den fünf ITK-Geschäftsprozessen PLAN - BUILD - RUN - ENABLE - MANAGE.
  • Dimension 2 definiert die wesentlichen Kompetenzen für jeden Bereich auf einer allgemeinen Ebene. Insgesamt 40 Kompetenzen liefern die generischen Definitionen des Frameworks.
  • Dimension 3 gestaltet diese 40 Kompetenzen levelspezifisch aus. Levelspezifikationen auf den Levels e-1 bis e-5, in Beziehung zu EQF Levels 3-8, geben europäische Referenzen für unterschiedliche Leistungsniveaus jeder Kompetenz.
  • Dimension 4 verweist auf Wissen und Fertigkeiten, die für eine Kompetenz relevant sein können. Diese Angaben sind optional und zur Inspiration gedacht, und bieten dabei die entscheidende Brücke zu Ausbildungsangeboten.

Tools und Begleitmaterialien

Um Verständnis und Anwendung des Rahmens in verschiedenen Kontexten zu unterstützen, stehen eine Reihe begleitender Materialien bereit.

  • Anwendungsleitfaden European e-Competence Framework Version 3.0
  • Building the e-CF - a combination of sound methodology and expert contribution. Methodische Dokumentation.
  • 15 Fallbeispiele illustrieren die e-CF Anwendung in der Praxis von Groß-und Kleinunternehmen, Hersteller- und Anwenderbetrieben, Berufsverbänden, Bildungseinrichtungen, Personalassessment etc.
  • e-CF Profiling tool on-line

Entstehungshintergrund

Der European e-Competence Framework wurde von einer großen Anzahl europäischer ITK- und Personalexperten im Kontext des Workshop on ICT Skills unter der Leitung von Jutta Breyer gemeinsam entwickelt. Um europäisches Einvernehmen und sinnvolle Egebnisse auf internationaler und nationaler Ebene zu erzielen, war die europaweite Einbindung von Vertretern aus Industrie, Politik und Ausbildung entscheidend für die gesamte Entwicklung.

Die Publikation des CEN Workshop Agreement "European e-Competence Framework Version" ist für Dezember 2013 über das Europäische Kommitee für Normung (CEN) geplant.

Siehe e-CF Webseite: www.ecompetences.eu